Rhythmisierung in der offenen Ganztagsschule

Die Rhythmisierung spielt in der Ganztagsschule eine wichtige Rolle. Rhythmisierung bedeutet, dass es eine möglichst fließende Abfolge von Phasen des Lernens und der Entspannung gibt und unterschiedliche Lern- und Tätigkeitsformen sich abwechseln. Eine Überlastung durch andauernde und sehr ähnliche Leistungsanforderungen wird dadurch vermieden.

Beispiele für Formen der Rhythmisierung: Phasen konzentrierter Einzelarbeit werden abgelöst vom Austausch in der Gruppe, nach einer Instruktionsphase können sich die Schülerinnen und Schüler bewegen, nach der Aufnahme von Wissen kann dies angewendet und geübt werden, eher kognitiv ausgerichtete Fächer wechseln sich mit musischen Fächern oder Sport – usw.

Rhythmisierung betrifft die einzelne Stunde, den Tag und die ganze Woche.

Um die Unterrichtsstunde besser in pädagogische und lernpsychologisch sinnvolle Abläufe gliedern zu können, arbeiten wir am Elly überwiegend mit dem Doppelstundenmodell. Der Unterricht in einem Fach dauert damit 90 Minuten und wird von einer längeren Pause abgelöst. Innerhalb der 90 Minuten gibt es methodische Wechsel und Entspannungs- und Bewegungsmöglichkeiten.

Die Rhythmisierung des Tages stößt in der offenen Ganztagsschule an gewisse Grenzen. Idealerweise würden sich Unterrichtsfächer und Ganztagsangebote auch am Vormittag abwechseln. Das ist jedoch im Blick auf die Schülerinnen und Schüler, die die Ganztagsschule nicht gewählt haben, nicht möglich. Diese Schülergruppe wünscht eher einen Stundenplan mit möglichst kompaktem Fachunterricht. Deshalb bleibt der Vormittag dem Fachunterricht vorbehalten. Etwas großzügiger wird von uns das Mittagsband geplant, also die Zeit zwischen Vormittag und Nachmittag mit dem Mittagessen in der Cafeteria als zentralem Element. Hier brauchen die Ganztagsschüler ausreichend Zeit. Auch die Lernzeit schließt an das Mittagsband an, dann folgen Ganztagsangebote oder Nachmittagsunterricht. Schülerinnen und Schüler, die die Ganztagsschule nicht gewählt haben, können in dieser längeren Pause bis zum Nachmittagsunterricht – wenn sie nicht nach Hause gehen wollen – an bestimmten Tagen an der Lernzeit teilnehmen oder die Räume der Schule für selbstorganisiertes Lernen, Bewegung oder Entspannung nutzen.

Auch die Woche hat ihren Rhythmus. Tage mit Nachmittagsunterricht wechseln mit Tagen, an denen Ganztagsangebote stattfinden. Der Montag ist für die Ganztagsschüler der Klassen 5 und 6 ein wichtiger Tag der Planung in der Lernzeit. Der Freitagnachmittag ist frei.