Fahrradmanufaktur während der Märzwoche 2009

Zielsetzung:

Jugendliche sollen sich mit Fahrradwartung und -Reparatur am realen Objekt vertraut machen. Nicht fahrtüchtige Fahrräder aus dem Schulumfeld werden gesammelt, diagnostiziert und mit Minimaleinsatz von Ersatzteilen verkehrstauglich gemacht sowie in einen möglichst ansehnlichen Zustand versetzt.
Eine abschließende Versteigerung der Räder refinanziert das Projekt und verdeutlicht den SchülerInnen den Gegenwert ihres Bemühens.

Projektplanung und -dokumentation liegt weit gehend in der Hand der Teilnehmer/innen.

 

Umsetzung:

Fahrraeder vorher.

Trotz Ferien während der Planungsphase können fast zwei Dutzend Fahrräder verschiedener Größen organisiert werden. In der Diagnosephase entschließen wir uns, welche Räder "gerettet" werden können und welche (wenigen) zum Ausschlachten dienen.

Einige Räder werden von den besitzern als reine Auftragsarbeit angenommen (keine Versteigerung).

Von Routinearbeiten wie Putzen, Schmieren und Reifen flicken bis hin zum Umbauen von Schaltungen, Analyse von Planetengetrieben und der Reparatur eines Tretlagers werden nach und nach alle erforderlichen Tätigkeiten angegangen. Mit dem kooperierenden Fahrradhändler ('Die Tretkurbel') wird unterdessen ein Ersatzteillager aus gebrauchten sowie neuwertigen Teilen angelegt.

Für die Versteigerung bräuchte es eine Art Choreographie, was aus Zeitknappheit unterbleibt. Für ein nicht Fahrrad-spezifisches Publikum ist der Erfolg und die Netto-Einnahme dennoch bemerkenswert.

 

Sponsoring

Bedanken möchten wir uns bei verschiedenen Sponsoren, die unsere Fahrradmanufaktur erst möglich gemacht haben:

 

Stimmen zum Workshop

EBRU (9.Klasse):

In der diesjährigen Märzwoche habe ich einiges dazugelernt. Außerdem fand ich es toll, dass Mitarbeiter des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) sich an dem Projekt beteiligt haben, um uns vieles über den Bau und die Funktionsweise des Fahrrads beizubringen. Auch wenn ich die meiste Zeit nur mit Putzen beschäftigt war, fand ich es trotzdem interessant.

 

FERDINAND (9.Klasse): kommt noch

 

HORST (Experte von der ADFC-Selbsthilfewerkstatt):Fleissige Helfer vom ADFC.

Die Idee, einmal so etwas in dieser Richtung aufzuziehen, finde ich sehr gut – ist es vielleicht auch dringend vonnöten?

Für die positive Resonanz, die diesem Fahrrad-Reparatur-Workshop entgegengebracht wurde, waren es meines Erachtens ein bisschen zu wenig Teilnehmer, gemessen an der beträchtlichen Schülerzahl, die dieses Verkehrsmittel doch nutzt!

Dafür waren die teilnehmenden Schüler sehr interessiert und nahmen, glaube ich, auch eine Menge mit. Für sie war es ja wohl Neuland.

Ich gehöre zu der Generation, in der Fahrraderwerb und Reparatur desselben ein größerer, ja sogar oft unbezwingbarer Akt war. In unserer heutigen Wegwerfgesellschaft wäre es doch angebracht, nicht nur den jungen Leuten so ein Wort wie Wertschätzung ins Vokabular einzuschmuggeln?

Niemand in unserem (normalen) Umfeld kann von einem Zuwachs an flüssigen Mitteln reden – sind vielleicht doch Reparatur eines Gebrauchsgegenstandes, oder vielleicht sogar die Vorstufen: Wartung und Pflege, nicht mal betrachtenswert?

Trotz des für mich etwas anstrengenden, weil doch ungewohnten Tätigkeits-Umfeldes – ich war nachmittags knalle-müde – Euch Allen, dem Lehrer Jörg M., dem Initiator Matthias P. und den vier Schüler/innen Ebru, Jana, Jens und Ferdinand, ein Danke.

 

JANA (9.Klasse): Diese Märzwoche war für mich ein voller Erfolg! Wir reparierten in dieser Woche an die zwanzig Fahrräder, die zuvor teilweise in einem schrecklichen Zustand waren. Mithilfe der zwei Fahrradexperten konnten wir selbst die kniffligsten Probleme, wie z.B. kaputte Tretlager, beheben. Diese Anstrengungen haben sich eindeutig gelohnt, wie man nicht nur am Erlös der Versteigerung vom Frühlingsfest sieht. Ich würde das Projekt jederzeit wiederholen.

 

JENS (9.Klasse): Ich kann nicht anderes sagen als: „Es hat Spaß gemacht und war sehr lehrreich!!!“ Hiermit bedanke ich mich bei allen Beteiligten für die tolle Organisation und den Helfern und Testfahrer!!

 

JÖRG MÄTZIG: kommt noch

 

MATTHIAS (Initiator, ADFC-Kreisverband und Elly-Vater):

Es war genüsslich zu betrachten, wie rasch die technischen Ansätze von den SchülerInnen aufgegriffen und umgesetzt wurden. Im Vergleich zu anderen Arbeitsgruppen vernahm ich bei uns ein großes Engagement, und das zu absolvierende Arbeitspensum hat niemanden abgeschreckt. Wie in einem Schaukasten arbeitend, hatten wir auch stets interessierte Zaungäste. Der Erfolg bei der abschließenden Versteigerung zeigt, dass aus ALT mach NEU auch in der heutigen Zeit noch einen Stellenwert hat und haben muss.

 

SIEGWART (Experte von der ADFC-Selbsthilfewerkstatt):

Ich würde empfehlen, dass die Kinder zunächst ordentlich mit dem Werkzeug umgehen sollten. Jeder sollte sein eigenes mitbringen, und dann jedes Werkzeug immer nach der Benutzung gleich aufräumen.

 

Viele Fahrraeder wurden gespendet.

Zum Versteigern bereite "Neu"räder