Nach einer ausführlichen Aquisitationsphase, in der die Klassen, Lehrer und Projektvorschläge koordiniert werden mussten, da die Resonanz auf das Projekt sehr groß war, stehen wir teils direkt vor Beginn der Projektdurchführung am Anfang des neuen Schuljahres, während andere schon begonnen haben, beziehungsweise bereits abgeschlossen wurden. Die Verzögerung ergab sich durch die starke Belastung der Schüler im 8-jährigen Gymnasium, durch die vermehrte Zahl an Leistungsprüfungen, durch Klassenfahrten und auf der Seite der Lehrer durch Begleitung mehrwöchiger Auslandsaufenthalte mit Schülergruppen. Ein Wechsel in der Leitung des Gesamtprojektes wurde aus Krankheitsgründen nötig. Die Übergabe erfolgte im Juli 2009 .
Optisch präsent ist das Projekt zunächst im Schulhaus durch den Forscher-Briefkasten, in den die Schüler ihre Vorschläge und Meldungen zu Projekten platzieren können und der von Schülern verwaltet wird. Eine Ausstellung von Entwürfen zu Forschermobilen aus weißem Papier, die auseinanderfalt- oder -legbar sind und Halbreliefs, deren freie Teilflächen Gelegenheit zu Textpräsentationen geben, zeigt eine phantasievolle Vielfalt, zu der sich die Schüler anregen ließen.
Von den insgesamt 14 Projekte zur kulturellen Identität von Menschen sind mehrere am Ende der Vorbereitungsphase und starten zu Beginn des neuen Schuljahres. Das Projekt "Sprechwerkstatt" mit der Klasse 8b in Zusammenarbeit mit der Musikhochschule Stuttgart wurde erfolgreich mit einer Präsentation beendet. Das Projekt "Wie wichtig ist Musik für den Menschen?" mit der Klasse 5c hat eine durch das Schuljahresende vorläufige Unterbrechung und beginnt mit veränderter Fragestellung im September mit Museumsbesuchen. Beide sind auch auf der Internetseite der Schule mit einem Bericht vertreten. Zwei Schülerinnen mit Emigrantenhintergrund aus der 9b, die während des jetzt bis Mitte August 2009 stattfindenden Australienaustausches das biographische Schreibprojekt "Wer bin ich?" leiten, werden ihre Ergebnisse erst bei ihrer Rückkehr präsentieren können.
Zwei weitere Projekte "Nonverbale Kommunikation im Stadtraum" und "Kritischer Umgang mit zeitgenössischer Kunst" in Zusammenarbeit mit dem ZKM sind in der Projektwoche Anfang März 2010 fest terminiert.
Nicole Böttcher