Hitze, Enge, Schweiß…So kann man den City2Surf-Lauf in wenigen Worten beschreiben. Doch natürlich gibt es noch viel mehr dazu zu sagen: Der City2Surf ist ein sportliches Großereignis, das einmal im Jahr in Sydney stattfindet. Mit einer Teilnehmerzahl von über 75000 Menschen ist es der weltgrößte Lauf überhaupt. Dieses Jahr hatten wir das Glück, das der Termin zufällig in unsere Aufenthaltszeit fiel und so konnten auch drei von uns mitlaufen.
Das Rennen beginnt mitten in Sydney gleich neben dem Hyde Park und endet nach 14 Kilometern am berühmten Bondi Beach. Zwischendurch muss man auch mal durch einen Tunnel hindurch laufen oder eine ziemlich lange Steigung überwinden. Dieser Anstieg wird von Kennern liebevoll "Heartbreak-Hill" genannt, was ja schon auf alles schließen lässt: Es geht sehr lange sehr steil nach oben und nicht wenige vergessen dort ihre guten Vorsätze und gehen anstatt zu laufen. Allerdings gibt es natürlich auch eine Belohnung für all die Mühen: Von oben hat man einen wunderschönen Ausblick auf den Hafen von Sydney.
Eine andere Sache ist auch die große Teilnehmerzahl. Da so viele Menschen mitgelaufen sind, von denen mehr als die Hälfte nicht aus Australien kommt, musste man in verschiedenen Blöcken starten. Kurz vor dem Start der letzen 30.000, dem Back-of-the-Pack, war der Erste nach etwa 42 Minuten schon im Ziel. Außerdem ist man ständig damit beschäftigt, sich einen Weg durch das Gewimmel zu bahnen. Allerdings hat der Lauf auch eine sehr spaßige Seite: Viele Teilnehmer laufen in Kostümen. So gab es zum Beispiel eine Gruppe von Bräuten oder eine ganze Sammlung an Werkzeugen, die sich durch das Gedränge schlängelten.
Am Ende des Laufes wartet dann Bondi-Beach, der an diesem Tag leider vollkommen überfüllt war. Was aber noch viel wichtiger war, sind die etlichen Trinkstände dort. Auch wenn man unterwegs schon an einigen Stationen seinen Durst stillen konnte, ist man am Ende doch sehr durstig. Nachdem man seine Teilnehmermedaille erhalten hatte, ist das Trinken das Einzige, was zählt.
Obwohl es natürlich sehr anstrengend war, und ich noch Tage später Muskelkater hatte, kann ich sagen, dass es ein tolles Erlebnis war, an dem weltgrößten Rennen teilgenommen zu haben.
Jana Häußermann